Lektor – Redakteur – Korrektor

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Der Text ist geschrieben. – Gratulation! Dann erst mal einmal tief durchatmen und stolz auf das Erreichte sein. Doch ein wichtiger Schritt kommt jetzt noch: das Optimieren des Textes. Der Feinschliff des Textes umfasst die drei Schritte des Lektorierens, des Redigierens und des Korrigierens. Diese Arbeiten werden in der Regel vom Lektor, Redakteur und Korrektor schließlich vorgenommen werden.

  

Sechs Blickwinkel auf einen Text
Sechs Blickwinkel auf einen Text vom Autor, Lektor, Redakteur, Korrektor, Verkäufer bis zum Leser.

Tipp 1: Bevor Sie selbst den Text noch einmal durchlesen und optimieren, legen Sie die Datei oder den Ausdruck an einen sicheren Ort und warten Sie mindestens sieben Tage.

Tipp 2: Nutzen Sie zur Optimierung alle zur Verfügung stehenden Mittel wie Rechtschreibprüfung in Ihrem Schreibprogramm oder lassen Sie stattdessen sich den Text vom Computer vorlesen. (Mehr dazu in späteren Beiträgen.)

Lektorieren

Der Lektor wählt Manuskripte aus, bewertet diese und schlägt dann dem Autor Korrekturen vor, die Logik der Erzählung betreffen. Er begleitet außerdem das fertige Manuskript über die Druckreife bis zur Veröffentlichung. Dazu koordiniert er die Marketingmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der Werbeabteilung; meist schreibt der Lektor auch die Werbe- und Klappentexte.

Tipp 3: Wer sich als Selbstverleger keinen Lektor leisten kann, braucht wenigsten einen oder zwei Testleser, die dann besonders auf die Storylogik achten und dem Autor entsprechende Rückmeldung geben.

Redigieren

Der Redakteur bereitet das Manuskript in Zusammenarbeit mit dem Autor auf. Dies wird »redigieren« (lateinisch: redigere = »in Ordnung bringen«) genannt wird.

Tipp 4: Aber besprechen Sie im Vorfeld, wie stark der Redakteur in den Text eingreifen darf und wann er rückfragen muss.

Die folgenden fünf Aspekte, sind beim Redigieren zu beachten:

  1. Inhalt: Richtigkeit der Fakten und Argumentation
  2. Struktur: Darstellungsform und Dramaturgie
  3. Stil: Einheitlicher Schreibstil, Angemessenheit des Tons, Verständlichkeit von Begriffen, Satzlänge u. a.
  4. Sprache: Orthografie und Grammatik
  5. Layout: Kürzungen und Absätze, damit der Text ins Buchlayout passt.

Der »Script doctor« ist ein Spezialfall eines Redakteurs: Er schreibt mangelhafte Filmdrehbücher in kurzer Zeit um.

Korrigieren

Der Korrektor (lateinisch corrector =»Berichtiger«) prüft die Druckvorlagen hinsichtlich Rechtschreibung, Grammatik, Typografie, Stil, Interpunktion, sachlicher und teilweise auch inhaltlicher Richtigkeit. Der Korrektor wird die Fehler werden, je nach Absprache, entweder anzeichnen (Korrekturzeichen auf Druckfahnen) oder direkt verbessern.

Fazit

In der heutigen, schnelllebigen Zeit fallen oft die Aufgaben des Lektors, Redakteurs und Korrektors zusammen und werden von einer Person ausgeführt. In jeden Fall prüfen Sie, der Lektor oder ihr Testleser zuerst die Storylogik, weil diese eventuell ein Umschreiben durch den Autor erfordert. Danach kann redigiert und schließlich korrigiert werden.

Tipp 5: Durch Lektorieren, Redigieren und Korrigieren fremder Texte kann man sehr viel für das eigene Schreiben lernen. Daher ist gut, wenn man einen Autorenkollegen hat, mit dem man gegenseitig diese Aufgaben durchführt, oder Sie bewerben sich beim Sarturia e. V. durch das Einsenden einer Kurzgeschichte (siehe Ausschreibung).